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Chigee AIO-6 Max: Das digitale Cockpit, das man nicht mehr missen will

Es gibt Gadgets, die man kauft, eine Weile benutzt und dann irgendwo in der Ecke verstauben lässt. Und dann gibt es Dinge, die verändern, wie man unterwegs ist – dauerhaft. Das Chigee AIO-6 Max gehört klar in die zweite Kategorie.



Erste Begegnung: Mehr als ein Navi

Wer das AIO-6 Max zum ersten Mal in den Händen hält, merkt sofort: Das ist kein billiges China-Gadget. Das 6-Zoll-Display mit satter 2300-Nit-Helligkeit liegt solide in der Hand, die Verarbeitung wirkt hochwertig, und der Schnellverschluss rastet mit einem befriedigenden Klick ein. Abgebaut ist das Gerät mit einer Handbewegung – ideal, um es nicht unbeaufsichtigt am Motorrad zu lassen.

Doch bevor man überhaupt die erste Runde dreht, steht eine wichtige Entscheidung an: Wer baut das Ding ein?


Thömu bei Triumph Oensingen – der richtige Mann für den Job


Ich habe mich für den Profi entschieden: Thömu vom Triumph-Händler in Oensingen hat den Einbau übernommen – und das auf einem Niveau, das man sich nur wünschen kann. Saubere Kabelführung, nichts klappert, nichts scheuert. Das Gerät sitzt, als wäre es ab Werk dabei. Wer also nicht sicher ist, ob er den Einbau selbst stemmen will, ist bei Thomas in besten Händen – und das übrigens nicht nur für Triumph-Fahrer. Rider anderer Marken können sich dort ebenfalls melden. So ein ordentlicher Einbau ist die halbe Miete, denn bei einem System mit Kameras, Reifendrucksensoren und Remote lohnt es sich, die Sache von Anfang an richtig zu machen.


Das Setup: Vollausbau vom Feinsten

Mein AIO-6 Max läuft in der Vollkonfiguration: Vordere und hintere HDR-Dashcam, TPMS-Reifendrucksensorenan beiden Rädern und die kabellose Fernbedienung am Lenker. Was das im Alltag bedeutet, erschliesst sich schnell.

Die Kameras nehmen kontinuierlich in 1080p auf – vorne wie hinten. Das Filmmaterial landet auf der MicroSD-Karte und gibt im Zweifelsfall entscheidende Beweise. Aber der eigentliche Aha-Moment kommt beim ersten Rückwärtsschieben: Sobald man das Motorrad zurückschiebt, schaltet das Display automatisch auf die Heckkamera. Kein Tippen, kein Menü – einfach so. Ein kleines Feature, das sich sofort als grosser Alltagsvorteil erweist, besonders in engen Garagen oder auf belebten Parkplätzen.


Der Wireless Remote sitzt griffgünstig am Lenker und erlaubt es, durch Menüs zu navigieren, Kameras umzuschalten oder Screenshots zu machen – ohne eine Hand vom Lenker nehmen zu müssen. Gerade auf längeren Touren ist das Gold wert –  die Bedienung ist aber leider nicht autodidaktisch.


Die TPMS-Sensoren liefern Reifendruck und -temperatur in Echtzeit auf den Bildschirm. Klingt nach Nice-to-have, ist aber schnell ein Must-have. Man gewöhnt sich daran, den Druck im Blick zu behalten – und bemerkt Veränderungen sofort, lange bevor sie zu einem Problem werden.


Im Fahrbetrieb: Sonnenlicht, Kurven und Konnektivität

Auf der Strasse zeigt das AIO-6 Max, warum die 2300 Nit kein Marketingversprechen sind. Selbst bei direkter Mittagssonne bleibt der Bildschirm klar lesbar – keine blinden Flecken, kein Rätselraten, wo die Route jetzt hinführt. Der automatische Helligkeitssensor passt die Darstellung fliessend an, ohne dass man selbst eingreifen müsste.

Die Verbindung zum Smartphone läuft kabellos über Apple CarPlay, respektive Android Auto. Google Maps, Musik, Anrufe – alles landet auf dem Display, ohne dass das Handy aus der Tasche muss. Die Verbindung war von Anfang an stabil; kein ständiges Neu-Koppeln, keine Aussetzer. Lediglich eine MagSafe Powerbank musste ich mir aneignen, da mein Handy nicht mehr am USB-Kabel laden kann, sondern in meiner Tasche sitzt.

Die vier Hardware-Tasten seitlich am Gerät und die Touchbedienung funktionieren auch mit dicken Handschuhen zuverlässig – ein Punkt, der in der Praxis wichtiger ist, als man vorab denkt. Im Herbst oder auf Hochtouren dankt man es dem Hersteller, dass hier mitgedacht wurde.


Was weniger begeistert

Ehrlichkeit gehört dazu: Nicht alles ist perfekt. Die Bedienung – ob TouchScreen oder die kabellose Fernbedienung – nicht immer finde ich intuitiv, was ich eigentlich auf dem Display sehen wollte. Ich bin überzeugt, dass ich nach zusätzlichen Touren alles im Griff haben werde.









Fazit: Eine Investition, die sich bezahlt macht

Das Chigee AIO-6 Max ist kein günstiges Vergnügen. Wer jedoch bereit ist, in ein System zu investieren, das Navigation, Dashcam vorne und hinten, Reifendrucküberwachung und komfortable Fernbedienung in einem Gerät vereint, bekommt ein Cockpit, das im Alltag wie auf der Tour eine Klasse für sich ist.

Die automatische Heckkamera beim Rückwärtsschieben, die Helligkeit bei Sonnenschein, die stabile Konnektivität – das sind keine Zufallstreffer, sondern durchdachte Details. Und wenn dann noch der Einbau von jemandem wie Thömu gemacht wird, steht einem rundum überzeugenden Erlebnis nichts mehr im Weg.


Für wen lohnt es sich?

Für alle, die ihr Motorrad täglich oder auf langen Touren fahren, Wert auf Sicherheits-Features legen und keine Kompromisse bei der Lesbarkeit des Displays eingehen wollen. Markenunabhängig – egal ob BMW, Triumph oder Ducati und Co.






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Kontakt: Daniel Jauslin | Unterer Rütschetenweg 25B | CH-4133 Pratteln | blog [at] jauslin.net

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