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Zweigenerationenreise Cresta Palace Celerina

Aktualisiert: 18. Jan.

Das 1906 im Jugendstil erbaute Grand Hotel bestreitet neue Wege. Tradition behalten, Moderne implementieren und Gäste überraschen. Die Balance zwischen Vertrautem und Überraschendem ist dem Direktorenpaar Annika & Markus Tauss gekonnt geglückt. Auf Anhieb fühlen wir uns wohl und willkommen.

 


Das als Gründungsmitglied zur Private Selecetion gehörende 4 Sterne Superior Haus, liegt just unterhalb von St. Moritz im bündnerischen Celestina auf einer sonnendurchfluteten Ebene. Die Hälfte der 90 Zimmer sind auffallend geschmackvoll saniert und komplett neugestaltet worden. Die Zimmer und Suiten sind ein Traum und sprechen beide Generationen sofort an. Gemütlich. Grosszügig. Modern, mit traditionellen Akzenten. Harmonisierende Farben, gemütliche Möbel und moderne Technik stehen im Vordergrund. Die Aussicht ist phänomenal und wir geniessen abends das Alpenglühen – mit oder ohne Balkon. Die Ecksuite Cresta ist perfekt für ein Paar mit Kindern bis zirka 12 Jahren ausgerichtet. Die Kinder schlafen im Wohnzimmer auf dem Sofa, welches sich rasch in ein bequemes Bett verwandeln kann. Ein eigenes Bad mit Dusche und WC steht der jüngsten Generation erwartungsgemäss zur Verfügung. Ebenfalls ein eigener 55 Zoll Smart TV, ein Tisch für 4 Personen, ein kleiner Sekretär und eine Bar mit Nespressomaschine und ihren Kapseln, mit einem Wasserkocher und seinen Siroccoteebeuteln und gefülltem Kühlschrank – alles kostenlos. Das Elternbad ist riesig und beherbergt Badewanne, Doppellavabo, Dusche und Hightech-WC.



Das Kingsize Bett ist bequem, der Topper für unser Empfinden zu weich. Eine grosse Auswahl an Kissen steht zur Verfügung, welche wir natürlich ausprobiert haben. Cool. Viel Stauraum im Entrée, Wohn- und Schlafzimmer berücksichtigen auch einen längeren Aufenthalt. In einem der Schränke hängt ein moderner, bequemer Rucksack, welcher uns auf einen Ausflug auf den Corviglia 2486 müM begleiten darf. Bravo. Einen Negativpunkt gibt es allerdings. Die Luft in beiden Zimmern ist leider viel zu warm und zu trocken. Zwar ist die Steuerung verstellbar, aber die Reaktionszeit unangemessen langsam. Das angrenzende Deluxe Doppelzimmer Cresta erfüllt ebenso alle Erwartungen und strahlt im selben Glanz der nachhaltigen Kernsanierung.

 


Die Lage des Hotels ist zentral, die Busstation direkt vor dem Haus, die Gondelbahn Celerina Marguns keine 400 Meter entfernt. Zwei Übungslifte befinden sich ebenfalls unmittelbar hinter dem Hotel, die Eis- und Curling Bahn gegenüber. Der Flughafen liegt sieben Autominuten und die Stationen der Rhätischen Bahn nur einen Steinwurf entfernt. Diese Lage bedeutet jedoch nicht, dass es laut zu und her geht. Im Gegenteil – Stille herrscht, Ruhe zieht ein, Entspannung ist garantiert.

 

Nicht nur im Winter ist das Engadin ein Paradies. Unberührte Natur, nahezu menschenleere Wanderwege, moderne MT-Bikes Trails sowie kostenfreie Fahrt mit den Bergbahnen (ab zwei Nächten) zeichnen das Cresta und das Engadin zusätzlich aus.

 


Stress und Hektik begleiten manche von uns immer wieder durch den Alltag. Umso wichtiger ist es, Zeit für die innere Balance zu finden. Der hoteleigene SPA ist auf 1200 m2 ein Ort der Ruhe und Entspannung oder der anregenden Vitalität. Wir geniessen zu viert den Panoramapool mit angrenzendem Fusssprudelbecken, das mit etwas mehr Tiefe einen coolen Whirlpool abgeben würde. Das angrenzende Dampfbad kann von der ganzen Familie im Badeanzug genutzt werden. Für unser Empfinden sollte das Wasser ein paar Grad mehr Temperatur aufweisen. Rund um den Pool sind bequeme, stabile Liegen angeordnet, auf welchen wir schnell ins Land der Träume abdriften können. Ein Fitnessraum mit ausreichend Geräten, sowie ein Yogaraum sind ebenfalls vorhanden und stehen den Gästen zur Verfügung. Der textilfreie Bereich ist Gästen ab 16 Jahren vorbehalten. Hier treffen wir sowohl auf zwei Saunen und Dampfbäder, als auch auf Behandlungsräume für individuelle Massagen und innovative Kosmetikbehandlungen. Ein Private SPA kann ebenfalls für entspannte Momente zu zweit gemietet werden. Ganz unserem Wunsch entsprechend können wir einem Physiotherapeuten unsere «Wehwehchen» anvertrauen. Dieser Profi macht dem Schmerz den Garaus und löst Verkrampfungen nach einem anstrengenden Tag auf dem Berg. Wow.

 


Kulinarische Erfahrungen

Wir erleben eine äusserst schmackhafte Tour. Im Grand Restaurant stossen wir auf ein grosses, erlesenes Frühstücksbuffet. Die Auswahl ist delikat: frische Früchte, Käse, Wurstwaren, Eierspeisen, Brot und Brötchen, Croissants und Süssspeisen – just alles was das Herz begehrt. Die zuckersüssen Waffeln auf Bestellung können nicht überzeugen. Der Tischservice kann nicht mit jenem der beiden à la carte Restaurants mithalten, obwohl teilweise dieselben Mitarbeiter vor Ort sind. Schade.


Im Restaurant Giacomo`s werden raffinierte und schlichte italienische Gerichte auf den Tisch gezaubert. Das modern gestaltete, rustikal wirkende Restaurant fällt durch die diversen Grau- und Schlammtöne der Einrichtung positiv auf. Die gut 40 Plätze sind rasch gefüllt. Leckere Cocktails werden auf Wunsch kredenzt. Mit den Drinks kommen frische, unterschiedliche Minibaguettes und drei feine Dips auf den Tisch. Die Auswahl der Karte ist hervor-ragend und es fällt uns nicht schwer, passende Kompositionen zusammen zu stellen. Auffallend zuvorkommend und hilfsbereit ist die Bedienung. Bravissimo. Unsere Speisen sind superb. Alles was serviert wird ist ausgezeichnet. Ob Pulpo oder Rinderfilet, Risotto oder Gemüse, alles ist auf höchstem Niveau mit Liebe zubereitet und aufgetragen.

Den Trend der «Sharing» Tischkultur zelebrieren wir im ASIA 75, wo wir aus verschiedensten Spezialitäten Asiens wählen können. Auch hier sind die Mocktails (alkoholfreie Cocktails) super. Die Auswahl ist vielseitig aber übersichtlicher. Die Portionen fallen so gross aus, dass wir sie nicht fertig zu essen vermögen. Auch hier trumpfen Personal und Speisen auf. Jeder Bissen ist zauberhaft. Jede Kombination treffsicher. Wow. Wir sind überwältigt ob der beiden Restaurants.


Auf Wunsch bringt uns ein Mitarbeiter mit dem Hotelbus nach St. Moritz, von wo aus wir Ausflüge auf die Berge in Angriff nehmen können. Im Oberengadiner Skipass sind die anderen ÖV-Betriebe inkludiert, was uns den Weg zurück nach Celerina sehr vereinfacht.



 Jeden Nachmittag hören wir Live Piano Musik in der Jugendstilhalle, welche ein harmonisches Ambiente mit Säulen und Polstergarnituren verkörpert. Teespezialitäten und die bereits erwähnten Cocktails laden zum Apéro ein und lassen uns genussvoll bei einem guten Glas zu verweilen.

 Famiglia ist Rätoromanisch für Familie und wird im Cresta Palace ebenfalls grossgeschrieben. Das Engadin ist der perfekte Ort für Urlaub mit der Familie und das Cresta der perfekte Ausgangspunkt für viele gemeinsame Aktivitäten. Die Betreuung der Kinder ab drei Jahren im hauseigenen Kids Club Murmeli (ab 12 Uhr) ist liebevoll und abwechslungsreich. Wir sind mit zwei Generationen angereist und freuen darauf, beim nächsten Aufenthalt eine dritte Generation ins Boot zu holen.

 

Kutschenfahrten

Ein Ausflug nach Sils, dem Startpunkt der Kutschenfahrt ins malerische Fex Tal, ist ein Highlight unserer Reise. Kutscher Adriano holt uns am Dorfplatz ab, packt uns mit Decken und Fellen warm ein und schon sind wir im Zweispänner bergauf unterwegs ins Tal. In der idyllischen Landschaft, der Bergwelt und entlang der Fedacia – der Bach, welcher sich durch das Tal schlängelt – sammeln wir Eindrücke, welche wir nicht so schnell vergessen werden. Die Fahrt ist weitgehend autofrei, Einheimische mit Bewilligung dürfen zu ihren mehrheitlich typischen Engadiner Häusern fahren. Ab und zu treffen wir auf Spaziergänger, welche unserem Gefährt begeistert hinterher schauen.



Wir machen Halt beim Hotel Fex, brennen beeindruckende Landschaftsfotos auf unsere organischen Festplatten und fahren zum Essen zurück nach Crasta, einer Zwischenstation auf der Fahrt bis Curtins. Nach dem Mahl kehren wir wiederum zu den Klängen von bimmelnden Glöckchen, dem Schnauben aus Pferdenüstern und trappelnden Hufen zum Ausgangspunkt zurück. Die beiden Rosse haben hervorragende Arbeit geleistet und dank ihrer Spikes auch die Steigungen problemlos gemeistert. Grazcha fich.

 

Pension Crasta

Unmittelbar bei der Bergkirche Santa Margerita von 1490 steht die Pension mit Restaurant Crasta, eines der ältesten Engadinerhäuser im Tal. Die 85-jährige Barbara Padrun, Eigentümerin und Köchin in einem, zaubert selbstgemachte Spezialitäten auf die Tische der Arvenstube. Wir geniessen Wildgerichte wie Hirschragout und -entrecôte mit Polenta und schmackhaftem Gemüse. Eine Reservation ist unbedingt erforderlich, um einen Platz im Crasta mit seiner gutbürgerlichen Küche zu ergattern.

 





Das Engadin ist auf jeden Fall eine Reise wert. Das Cresta Palace und all die facettenreichen Angebote in seiner Umgebung sind ein idealer Ausgangspunkt für Multigererational Travel aus der ganzen Welt. Bellas vacanzas et a revair.





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