• Daniel Jauslin (dja)

Astoria Resort Seefeld – legendär

Das Credo des 5 Sterne Superior Hauses in der weltbekannten Olympiaregion Seefeld ist hochgegriffen: «Alle Sinne erleben». Genau darauf das haben wir bei unserer Recherche besonders geachtet.

Sehen

Bereits 1929 wurde das erste Gebäude des heutigen Astoria Resorts erbaut. Gut 30 Jahre und viele Um- und Neubauten später wurde das erste Hotelhallenbad im Tirol eröffnet. Seit jeher wird das Astoria jedes Jahrzehnt renoviert, um den stetig steigenden Anforderungen der Gäste gerecht zu werden. Anfangs des 21. Jahrhunderts wurde während einer intensiven Umbauphase ein rund 4’700 Quadratmeter grosser Relax- und SPA Bereich hinzugefügt. Auf jeden Fall sehen wir, dass das Hotel in verschiedenen Epochen erbaut wurde. In den langen Gängen zum Beispiel, welche zu den unterschiedlichen Bereichen des Resorts führen, ist es nicht immer einfach, sich zurechtfinden. Wir wünschten uns auch, dass das Hotel im Ort besser ausgeschildert würde, damit Besucher, welche noch keine Stammgäste sind, das Luxusurlaubsresort auf Anhieb finden können.

Schon der Eingangsbereich und die Lobby vermitteln dank hochwertigen Materialien den erstrebten «Alpine Chic Look». Holz, Stoff und Leder sind harmonisch aufeinander abgestimmt und tragen somit wesentlich zum Wohlfühlambiente bei. Die Dekoration zeigt uns, dass im Astoria auch «schwarze Schafe» willkommen sind.

Unser Zimmer Karwendel de Luxe ist schon etwas ins Alter gekommen. Knapp 35 Quadratmeter entsprechen den Erwartungen. Die Erwartungen übertroffen hat der tolle Panoramablick von unserem kleinen Balkon aus. Überrascht hat uns aber auch, dass der Bettvorleger auf dem Eichholzboden schon abgeschabt ist. Grund: die Kastentüre streift darüber… Der Lichtschalter beim Bett ist falsch montiert und die Lüftung auf dem separaten WC entspricht unseren Anforderungen nicht.

Riechen & Schmecken

«Überall hin folgt mir das Glück» hat sich der Philosoph Jean-Jaques Rousseau dereinst ausgedrückt. Uns begleitet der hauseigene «Astoria-Duft» dezent im ganzen Komplex. In diesem Hotel, in welchem Hunde willkommen sind, riechen wir trotzdem von Zeit zu Zeit die geliebten Vierbeiner. Leider. Aber wenn wir beim Frühstück oder Abendessen frischen Kaffee, Toast, Käse oder ein gerade zubereitetes Stück Edelfleisch riechen, dann passt dies perfekt zur Umgebung und bereitet die Geschmacksknospen unseres Gaumens auf ein herrliches Mahl vor.

Das Frühstück mundet aufs Beste. Die Auswahl ist hervorragend. Die Bedienung nicht nur aufmerksam, sondern so geschult, dass bereits am zweiten Tag die bevorzugten Getränke ohne Bestellung den Weg zu unserem Tisch finden. Bravo. Ich ordere ein Egg Benedict, welches exakt nach meinem Geschmack zubereitet – und nicht, wie so oft erlebt, von der Sauce Hollandaise ertränkt – serviert wird. Das Ambiente auf der Terrasse ist gediegen, ohne dass sich Gäste auf unangenehme Weise beobachtet fühlen müssten. Unsere persönliche Auszeit im ASTORIA hat sich vor allem auch als ein kulinarisches Erlebnis entpuppt. Die Philosophie der Küche legt besonders viel Wert auf Regionalität und hochwertige Produkte. Zutaten stammen vorwiegend aus der Region, und damit werden automatisch ortsansässigen Landwirte unterstützt. Das Ergebnis dieser Leidenschaft wird belohnt. Bereits zum 10. Mal in Folge wurde die Küche von Chef Andreas Rank vom renommierten Gault Millau Guide mit einer Haube ausgezeichnet. Das Menü der Halbpension zum Beispiel liest sich wie eine exotische Abfolge verspielter Kulinarik: Matjes nach Hausfrauen Art, verschiedene Salate vom riesigen Buffet, Consommé vom «Telfer» Lamm mit Risottobällchen und Salbei, Bergkräutercremesuppe mit Limettenschaum, Sanddornsorbet, Supreme vom Perlhuhn an Kaffeejus mit Süsskartoffeln und Shiitakepilzen, gebratene Riesen Frischwasser Garnele mit schwarzem Trüffel auf Creme Polenta und Zucchini, Käseauswahl vom Brett, danach ein weisses Schokoladen-Parfait mit Erdbeeren und Avocado zum Abschluss. Jeden Abend essen wir hervorragend und freuen uns bereits wieder auf den bevorstehenden Gaumenschmaus.

Hören

Zugegeben: Bei einer Belegung von bis zu 163 Gästen gleichzeitig, haben wir andernorts schon erlebt, dass Hektik aufkommen kann. Vor allem, wenn Eltern ihren Kindern die Regeln der Rücksicht in feiner Gesellschaft nicht beigebracht haben. Das erleben wir hier nicht. Gäste, ob gross oder klein, benehmen sich vorbildlich. Keine laute Musik einer noch so modernen «Boombox» stört. Wer Musik hören will, geniesst diese mit passenden Ohrhörern. Videogespräche werden mehrheitlich gemieden (lästige Ausnahmen gibt es auch hier) und im Wellnessbereich oder in den Anwendungskabinen ertönen leise, angebrachte Hintergrundklänge.

Lautlos mit den hoteleigenen «E-Moutain Bikes» die Umgebung erkunden hält nicht nur fit, sondern macht richtig Spass. Wir fahren zum pittoresken Wildmoossee hoch, zum Golfclub Wildmoos (das Astoria ist Gründungsmitglied) und zum Lottensee. Herrlich ist es, die Natur auf zwei Rädern zu erkunden und später auf geeigneten Wegen auch zu wandern. Die Rezeptionistinnen helfen immer, geben uns Wasser mit und sorgen dafür, dass wir uns zuhause fühlen. Merci. Ein besonderes, kostenloses Feature ist in Form eines BMW Z4 Roadster zu erleben. Hotelgäste können «Oben Ohne» imposante Bergpässe erkunden, den Fahrtwind spüren und atemberaubende Ausblicke geniessen, währenddem der moderne Vierzylinder seinen Sound präsentiert. Cool.

Tasten

Die Haptik derjenigen Gegenstände, welche wir jeden Tag berühren ist nicht aussagekräftig. Die Art und Weise aber, wie wir bei den gebuchten Anwendungen berührt, massiert und gepflegt werden, hingegen schon. Toll, was die emsigen Hände bei uns erreicht haben Entspannung und Regeneration an einem friedlichen Rückzugsort. Meine Erfahrung zeigt, dass wenn ich bei einer Anwendung einschlafe, die Massage passt. Und genau so ist es mir in der Behandlungswelt ergangen. Herrlich. Die riesige SPA Anlage mit dem Natursee ist ein Traum schlechthin. Kleine Halbinseln mit bequemen Liegen und eigener Leiter ins Wasser, sorgen für einzigartige Momente der Entspannung zu zweit. Sonne, Wind und störenden Blicken kann mit Vorhängen vorgebeugt werden. Klasse. Der See ist so kalt, dass wir uns im Sommer phantastisch abkühlen können. Wenn sich die Sonne hinter dem herrlichen Bergpanorama verabschiedet, benutzen wir das geheizte Aussenpool. Die ganze Anlage ist wunderschön, sehr geräumig und verleitet zum Verweilen im Hotel.

Fazit

Stellen Sie bei der Buchung sicher, dass Sie das Zimmer bekommen, welches Ihren Bedürfnissen genau entspricht. Wir fühlten uns wohl in Seefeld und freuen uns, bei Gelegenheit Ferien ohne Kamera und Notizblock im Astoria Resort verbringen zu können.

www.astoria-seefeld.com


5 Ansichten

Kontakt: Daniel Jauslin | Unterer Rütschetenweg 25B | CH-4133 Pratteln | blog [at] jauslin.net