• Daniel Jauslin (dja)

580 italienische Hengste – Maserati Ghibli

Eine Sportlimousine wie die Version Trofeo spiegelt Leistung, Sportlichkeit und Luxus wider. Unter der Haube verrichtet ein kleiner V8 Bi-Turbo seinen Dienst mit einem sagenhaften Spitzendrehmoment von 730Nm von 2250 – 5250 Umdrehungen pro Minute.

Die Kombination der mattgrauen Limousine mit dem gebürsteten Chrom und den glänzend roten Zierteilen ergibt einen besonderen, aggressiven, aber auch eleganten Look. Von hinten erkennt Mann die Trofeo Version überhaupt nicht. Frau hingegen schätzt das Understatement.

Unsere Aufmerksamkeit gilt dem Herzstück. Ein 3,8 l V8 Twin Turbo mit einer Leistung von 580 PS bei 6.250 U/min. Wow. Dieser Motor wird im Ferrari-Werk in Maranello nach den Spezifikationen von Maserati gebaut. Er wurde vom Levante übernommen, modifiziert und weiterentwickelt, um insbesondere für die Limousine beeindruckende Leistung auf die Hinterräder zu übertragen. Wenngleich völlig neu für den Ghibli, erfüllt der PS-starke V8-Motor die Kraftstoffverbrauchs- und Emissionsnormen voll und ganz. Der Trofeo mit dem Dreizack kann mit Stolz behaupten, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 326 km/h die schnellste Limousine in der Geschichte Maserati‘s zu sein.

Der Ghibli V8 verfügt über das Integrated Vehicle Control (IVC) System mit einem speziellen Setup, welches eine verbesserte Fahrdynamik, mehr aktive Sicherheit und eine noch höhere Leistung garantiert. Die Limousine verfügt über den Corsa-Button, welcher das Fahrzeug auf einen noch sportlicheren Fahrstil einstellt. Ebenfalls integriert ist die Launch Control-Funktion, um die gesamte Kraft des Motors freizusetzen und so eine atemberaubende Leistung zu erbringen. Dank besonderer, stilistischer Akzente, die dieses Hochleistungsmodell auszeichnen, wird der Trofeo-Ghibli noch unübersehbarer sein. Dazu gehören der Frontgrill mit zwei vertikalen Streben in Black Piano-Finish und die Einführung von Kohlefaser an den vorderen Luftkanalverkleidungen und am hinteren Absauger für einen aggressiveren Look. Rote Details kennzeichnen die Bodenprofile der seitlichen Luftauslässe und den Blitz auf dem Dreizack an den C-Säulen. Cool. Wir staunen nicht schlecht, wie bequem und ruhig der V8 seinen Dienst im Normalmodus leistet. Das Fahrwerk ist nicht zu hart, der Motor spurtet auch in hohen Gängen phänomenal und die Geräuschkulisse ist trotz dem Kraftpacket hervorragend niedrig. Dazu trägt sicherlich die Option Verbundverglasung mit Wärme- und Geräuschdämmung an den Seitenscheiben hinten bei. Natürlich fehlen Gadgets wie Head-Up Display und Co. für ein noch sichereres Fahren, aber eigentlich ist dies kein Knockout-Kriterium für eine Sportlimousine. Der Verbrauch von rund 12 Liter auf 100km inklusive langer Autobahnfahrten ist für dieses Fahrzeug absolut vertretbar. Gut 4 Sekunden vergehen bei einem Paradespurt mit der Launch-Control. Die Bremsen packen ordentlich zu und verzögern jeden Zwischenspurt hervorragend (34 Meter vom 100 auf 0km/h).

Das wohl unverwechselbare Markenzeichen eines jeden Maserati ist der Klang seines Motors. Im Normalmodus kann jeder Besitzer eines Trofeo gelassen auch spät abends ins Quartier fahren und sicherstellen, dass die aufmerksamen Nachbarn nicht hören, dass man mit einem V8 bewaffnet nach Hause kommt. Erst nach der Wahl in den Sport- oder Track Modus entlocken die geöffneten Klappen dem sonst leisen V8 orchestrale Töne der extraterrestrischen Art. Danke Maserati.

Das Bordpaneel im Innenraum zeigt beim Einschalten ein exklusives Interface. Auch bei der Innenpolsterung sorgt das vollnarbige Pieno Fiore Naturleder für höchste Exklusivität und Komfort. Das Fahrerassistenzpaket Plus wurde um neue Funktionen erweitert, und dank des aktiven Fahrassistenten kann dessen Funktion dadurch sowohl auf Landstrassen als auch Autobahnen aktiviert werden.

Die Ghibli Sportlimousine bereitet Freude auf Autobahnen wie auch auf den von uns gefahrenen Serpentinen. Sie gibt dem Fahrer das Gefühl jemand besonderer zu sein. Der Trofeo wird im Avvocato Giovanni Agnelli Werk in Grugliasco (Turin) gebaut. So hebt er sich von anderen Europäern ab – ein echter Italiener eben.



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